27. November 2024

Erneut teuer verkauft gegen ein Spitzenteam

Am neunten Spieltag der Futsal-Bundesliga unterlagen Fortunas Futsaler nach einer frühen Führung beim amtierenden Deutschen Futsal-Meister TSV Weilimdorf mit 3:6 (1:3).

Gegenüber dem 10:2-Erfolg gegen die Beton Boys München am vorherigen Spieltag traten die Düsseldorfer in Stuttgart mit einem kleinen Kader an. Beim TSV Weilimdorf fehlten unter anderem in Ramiz Chovdarov, Fedor Brack und Emir Bunar drei erfahrene Kräfte. Insgesamt hatte Trainer Shahin Rassi in Mazi Behdani, Yurii Oleniak, Andreu Alvez Pelegrin und Dmytro Klochko vier Auswechselspieler zur Verfügung. Die Starting Five bildeten Martin Vu, Marek Kuruc, Wesly Hesz, Dmytro Karmalita und Marko Hudacek.

Fortuna mit erfolgreichem Start

Der Start für die Fortunen ins Spiel verlief optimal. Drei aufeinanderfolgende Standards brachten bereits in der ersten Minute den Führungstreffer. Ein Freistoß von Dmytro Karmalita blockte Weilimdorf zum Einkick. Aus diesem resultierte dann ein Eckball: Dmytro Klochko führte den ruhenden Ball kurz aus und fand im Zentrum Yurii Oleniak, der aus kurzer Distanz flach links zum 1:0 vollstreckte. Zuvor hatte sich der Ukrainer mit einer cleveren Bewegung von seinem Gegenspieler gelöst und sich den entscheidenden Raumgewinn verschafft.

Weilimdorf reagierte unbeeindruckt auf den frühen Gegentreffer und spielte sich direkt nach dem Ankick in die gegnerische Hälfte. Josip Bozinovic ließ zentral Oleniak und Andreu Alvez Pelegrin aussteigen und leitete auf rechts weiter zu Amer Dzindic, der mit seinem Abschluss an Martin Vu scheiterte. Jeweils eine weitere Gelegenheit hatten beide Teams nach einem Einkick, sowohl Alvez Pelegrin als auch Josip Cacic scheiterten aber entweder am Keeper oder zielten nicht präzise genug.

Weilimdorf dreht die Partie

Der TSV hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel und ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen zirkulieren, die Fortuna agierte tiefstehend mit der Möglichkeit, schnelle Gegenstöße einzuleiten. In der achten Minute bauten die Gastgeber das Spiel über mehrere Stationen auf. Bozinovic band auf links in Hudacek und Kuruc zwei Gegenspieler und verlagerte auf die rechte Seite zu Taulant Rusinovci. Der 30-Jährige fand mit seiner Hereingabe den deutschen Nationalspieler Lukas Dorfschmid am zweiten Pfosten, der zum 1:1 einnetzte. Nach dem Ausgleich nutze die Fortuna das Powerplay und zog Martin Vu als zusätzlichen Akteur in die gegnerische Hälfte. Erst legte der Düsseldorfer Schlussmann für Klochko auf, dessen Flachschuss Deutschlands Futsal-Nationalkeeper Philipp Pless aber parieren konnte. Wenige Augenblicke später zog Vu dann selbst ab, Pless hielt erneut. Mit einem schnellen Abwurf leitete er den Gegenstoß des TSV ein, Vu eilte aber rechtzeitig in sein Tor zurück und parierte gegen Almin Ridzals Abschluss. Weilimdorf schlug danach erneut zu: Amer Dzindic erhielt links den Ball, dribbelte an Alvez Pelegrin vorbei und versenkte seinen Linksschuss mit etwas Glück zum 2:1 (10.).

Der Führungstreffer gab den spielstarken Gastgebern noch mehr Sicherheit im Kombinationsspiel, Rusinovci, Dervishaj und Bozinovic verzeichneten die nächsten Abschlüsse für die Stuttgarter. In einem zum Ende der ersten Hälfte nicht mehr so temporeichem Spiel blieb der amtierende Deutsche Futsal-Meister aber eiskalt und stellte auf 3:1 (19.). Eine Loop-Ecke von der linken Seite erreichte am zweiten Pfosten Dzindic. Den Volley des besten Ligatorschützen fälschte Klochko tückisch ab, zudem ging der Ball noch durch die Beine Vus, der den Einschlag auch im Nachfassen nicht verhindern konnte. „Weilimdorf ist eine sehr eingespielte Mannschaft, die viele Nationalspieler hat und Meister ist. Trotzdem haben wir mitgehalten. Der Gegner hat unsere Fehler mit seiner individuellen Qualität bestraft“, sagte Trainer Shahin Rassi. „Nach unserem guten Start hatten wir noch eine gute Chance. Wir hätten uns das 2:0 verdient. Danach stand uns ein sehr dominanter Gegner gegenüber, der ein sehr gutes Ballbesitzspiel hat und sehr beweglich, vor allem ohne Ball, ist.“

Fortuna bleibt dran

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Fortunen mit Martin Vu als festem, zusätzlichem Spieler im Powerplay den Rückstand aufzuholen. Doch zunächst war es der TSV, der nach einem Düsseldorfer Powerplay den Ball in der eigenen Hälfte eroberte. Anschließend lief der Konter über Bozinovic, der in Richtung Strafraum dribbelte und die Lücke nutzte. Er erhielt dann im Rückraum den Ball von Dervishaj zurück und stellte auf 4:1 (23.). Nur eine Minute verkürzte die Fortuna aber wieder. Pless lenkte den ersten Abschluss von Alvez Pelegrin noch stark an den Pfosten.

Andreu Alvez Pelegrin leitete das 2:4 mit ein. Quelle: Christian Herbst

Andreu Alvez Pelegrin leitete das 2:4 mit ein. Quelle: Christian Herbst

Dort lauerte aber Oleniak auf den zweiten Ball und leitete zu Hudacek weiter, der per Aufsetzer das 2:4 erzielte (24.). Die Reaktion des TSV Weilimdorf ließ aber nicht lange auf sich warten. Bozinovic spielte einen Einkick von der linken Seite als Loop perfekt auf den rechten Fuß von Dzindic. Aus der Luft heraus legte sich der Angreifer technisch anspruchsvoll den Ball auf den linken Fuß und versenkte zum 5:2 (25.) Weilimdorf hatte danach zwei weitere Hochkaräter: Erst scheiterte Rusinovci mit seinem Lupfer an Vu, nachdem er den Angriff selbst eingeleitet hatte. Zudem hämmerte Almin Ridzal seinen Linkschuss aus der Distanz an die Latte. Gegen die stark aufspielenden Gastgeber kam die Fortuna aber noch einmal heran: Nach einem Einkick behauptete Karmalita an der Mittellinie den Ball, Klochko leitete direkt weiter zu Behdani, der aus halbrechter Position mit der Innenseite auf 3:5 (33.) stellte.

Weilimdorf spielt es clever zu Ende

Die Gastgeber behielten trotz der erfolgreichen Nadelstiche der Düsseldorfer die Ruhe und blieben weiterhin sehr beweglich im Ballbesitzspiel und erarbeiteten sich weitere Gelegenheiten. Dervishaj traf zunächst aus der Distanz die Latte und scheiterte kurz darauf nach einem starken Solo durch die Fortuna-Abwehr am glänzenden reagierenden Vu. In der Schlussphase zogen die Weilimdorfer clever zeitbringende Fouls, bis zur 34. Minute hatten die Gäste nur ein Teamfoul verursacht. 54 Sekunden vor Schluss erhielt der TSV nach dem sechsten Teamfoul einen Zehnmeter. Dzindic scheiterte aber an Vu, der den Ball an den Pfosten lenkte. In der Schlussminute gab es dann sogar noch einen zweiten Zehnmeter nach Foul von Hudacek. Diesmal trat Dervishaj an und setzte mit seinem Flachschuss in die rechte Ecke den Schlusspunkt zum 6:3 (40.). „Der Sieg für Weilimdorf ist verdient. Die Jungs haben aber als Team gespielt und sehr gekämpft. Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen, wir haben alles versucht, was wir können. Leider hat es nicht mit einem Sieg geklappt“, resümierte Rassi trotz der Niederlage zufrieden. „Wir haben uns gegen eine Mannschaft mit Champions League-Erfahrung teuer verkauft.“

Am kommenden Sonntag (1.12.) gastiert die Fortuna im letzten Spiel des Jahres 2024 beim Hamburger SV. Ankick zum Rückrundenauftakt in der Sporthalle Wandsbek ist um 12:45 Uhr. Etwa vier Wochen später geht es zuhause gegen die Futsal Panthers Köln (4.1.2025, Ankick: 18 Uhr) weiter. In der spielfreien Phase der Futsal-Bundesliga finden zwei Spieltage der Qualifikation zur EM 2026 in Lettland und Litauen statt. Das deutsche Team trifft in Gruppe 1 auf die Ukraine, Rumänien und Zypern. Am 12.12. (Ankick: 18 Uhr) gastiert die Mannschaft von Bundestrainer Marcel Loosveld in Rumänien, am 18.12. empfängt Deutschland dann in der SWT-Arena in Trier Zypern (Ankick: 18:30 Uhr). Zudem folgt am 31.1.2025 (Ankick: 18:30, EWS-Arena Göttingen) das Duell gegen die Ukraine.

Spieltag 9, Futsal-Bundesliga, TSV Weilimdorf - Fortuna Düsseldorf Futsal 6:3 (3:1)

Tore: 0:1 Yurii Oleniak (3.), 1:1 Lukas Dorfschmid (8.), 2:1 Amer Dzindic (10.), 3:1 Amer Dzindic (19.), 4:1 Josip Bozinovic (23.), 4:2 Marko Hudacek (24.), 5:2 Amer Dzindic (25.), 5:3 Maziyar Behadani (33.), 6:3 Mergim Dervirshaj (40., Zehnmeter)

Spielstatistik und Infos: https://www.fussball.de/spiel/tsv-weilimdorf-fortuna-duesseldorf/-/spiel/02Q0SKPMHO000000VS5489B3VU5PPGUO#!/

Re-live F95 Futsal Bundesligaspiele Sport Deutschland TV

https://sportdeutschland.tv/tsvweilimdorf/9-spieltag-tsv-weilimdorf-vs-fortuna-duesseldorf-futsal-bundesliga

Highlight-Video

https://sportdeutschland.tv/tsvweilimdorf/highlights-tsv-weilimdorf-fortuna-duesseldorf-futsal-bundesliga

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen:

Fortuna Düsseldorf Futsal

Christian Stevens

T +49 (0) 1573 7809634

E-Mail: office.futsal@f95.de

AUSZEIT - Der F95 Futsal Podcast
https://meinsportpodcast.de/fussball/auszeit-f95-futsal

21. November 2024

Mit Cleverness und Spielfreude zum Befreiungsschlag

Am achten Spieltag der Futsal-Bundesliga haben Fortunas Futsaler mit einem überzeugendem 10:2 (7:1) gegen Aufsteiger Beton Boys München den zweiten Saisonsieg eingefahren.

Bereits vor Anpfiff entstand der Eindruck, dass die Düsseldorfer Bundesliga-Futsaler die Bedeutung dieses richtungsweisenden Spiels verinnerlicht hatten. Die Rot-Weißen machten sich sehr entschlossen und konzentriert warm, schossen platziert und kraftvoll auf das Tor. Auffällig dabei: Die Jungs blieben trotzdem locker mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Als Letzter trat Ramiz Chovdarov den Gang zur finalen Kabinenbesprechung an, kurz zuvor motivierte ihn Abteilungsleiter Dennis Gerritzen nochmal und bestärkte den Aserbaidschaner für die folgenden 40 Minuten. Um es vorwegzunehmen: Geschadet hat es Düsseldorfs Kreativkopf und Mentalitätsspieler definitiv nicht.

Starke Anfangsphase – aber nur 1:0

Von Beginn an präsentierten sich die Düsseldorfer wie beim Aufwärmen als eine gut eingestellte Einheit und spielten auf die schnelle Führung. Mittendrin der angesprochene Chovdarov: Erst initiierte er eine gute Chance, die einen Eckball zur Folge hatte. Kurz darauf kam der 34-Jährige in zentraler Position zum Abschluss und verpasste nur knapp die frühe 1:0-Führung. Die Gäste aus München meldeten sich durch Andrej Skoro im Spiel an, der Angreifer prüfte nach einem Konter der Beton Boys Martin Vu, der aber parierte. In der dritten Spielminute gelang der Fortuna aber dann das erste Tor des Spiels: Ramiz Chovdarov spielte sich in der eigenen Hälfe vom Druck der Gäste frei und spielte nach ein paar Schritten auf die rechte Alaseite zu Wesly Hesz. Der Niederländer setzte sich entschlossen durch und bediente zentral Marko Hudacek, der zum 1:0 vollendete. Es entwickelte sich eine kurzweilige Anfangsphase, da auch die Beton Boys zunehmend am Spiel teilnahmen. Omer Jahic holte mit einem Abschluss eine Ecke heraus und zog im Anschluss daran erneut ab, Vu blieb groß und verhinderte den Ausgleich. Auf der anderen Seite schlug die Fortuna fast zu: Nach einem ungenauen Rückpass der Münchener gab es eine Ecke. Hudacek führte kurz aus zu Chovdarov. Der Aserbaidschaner visierte am zweiten Pfosten Kapitän Fedor Brack, der den Ball nur knapp am Pfosten vorbeispitzelte. Es ging munter weiter, die Beton Boys nutzen einen Konter und überspielten die F95-Defensive, Vu rettete am Boden stark. Weitere Abschlüsse durch Brack, Mazi Behdani und Dmytro Karmalita sowie für Vahid Idrizovic bei den Gästen sorgten ebenfalls für Gefahr, fanden aber nicht den Weg ins Tor. „Wir waren anfangs etwas nervös, gerade in der Defensive. Ohne Ball waren wir ein bisschen unsicher und hatten keine gute Abstimmung und Kommunikation“, monierte Coach Shahin Rassi. Offensiv hingegen setzte sein Team die Strategie gut an, zahlreiche Abschlüsse zu suchen gegen die schwächste Defensive der Futsal-Bundesliga.

Rot für Tuka wird zur Schlüsselszene

Nach dem Rückstand probierten die Beton Boys im Powerplay gegen das situativ hohe Pressing der Fortunen zu agieren. Die Gastgeber schafften es aber immer wieder, die entscheidenden Zweikämpfe, unter anderem durch Blocks, zu gewinnen und Fehler zu provozieren. In einer Angriffssequenz wechselte Beton-Keeper Petar Dzalto gegen einen fünften Überzahlspieler. Dieser führte einen Einkick aus. Im Anschluss an eine Ballzirkulation machte der Überzahlspieler seinen zweiten Kontakt in der Münchener Hälfte. Während die Gäste noch reklamierten, schnappte sich Karmalita den fälligen Freistoß und legte für Chovdarov auf, der mit der Innenseite ins leere Tor traf – 2:0 (9.). Wenige Augenblicke ergab sich der nächste Vorteil für die Düsseldorfer: Ein erfolgreicher Block sorgte für einen Konter, Emir Bunar leitete weiter zu Hudacek, der von Renato Tuka gefoult wurde. Tuka sah infolgedessen die Rote Karte, für die ohnehin personell gebeutelten Gäste ein Nackenschlag. In der anschließenden Überzahl agierten die Fortunen dominant und ließen den Ball durch die Reihen kreisen. Nach zunächst zwei erfolglosen Versuchen von Ramiz Chovdarov stellte die Fortuna dann auf 3:0. Bunar und Hesz leiteten über links ein mit anschließender Verlagerung auf rechts. Dort kam Chovdarov an den Ball und passte an den zweiten Pfosten, wo Hudacek seinen zweiten Treffer erzielte (11.).

Nun ging es Schlag auf Schlag: Erst verlor Chovdarov gefährlich den Ball im eigenen Strafraum. Vu bügelte den Fehler mit einer starken Parade gegen Ensar Skrijelj aber zur Ecke aus. Beim kurz ausgeführten Standard setzte Behdani Idrizovic klug unter Druck, der Ball rollte dadurch weiter zu Chovdarov. Nun zeigte der emotionale Edeltechniker sein Gefühl im Fuß und streichelte die Kugel aus der eigenen Hälfte zum 4:0 ins verwaiste Tor (12.). Mazi Behdani tat es ihm eine Minute darauf gleich, nach einem Ballgewinn nutzte er das leere Tor und traf auf simple Art zum 5:0. „Wir haben sehr offensiv gespielt. Die Tore waren wirklich gut gemacht. Wenn der Gegner mit Flying Goalkeeper gespielt hat, haben wir die Momente genutzt und die empty goals erzielt“, sagte Rassi lobend.

Fortuna lässt keine Zweifel aufkommen

Die Gäste gaben trotz des deutlichen Rückstandes nicht auf und hatten durch Skoros Distanzschuss und eine Doppelchance von Fikret und Omar Jahic Möglichkeiten auf das 1:5. Chovdarov war nun auch defensiv hellwach und blockte gegen Zweiteren stark. Offensiv setzte er die nächsten Akzente. Ein optimales Zuspiel kam perfekt in den Fuß von Hesz, der links seinem Gegner davonlief und Dzalto zu einer Parade zwang. Kurz darauf ließ Chovdarov das 6:0 selbst liegen. Mit seinem Steckpass auf Hudacek leitete er erneut selbst ein, erhielt den Ball vom

Marko Hudacek (10) und Martin Vu (violettes Trikot) im Zusammenspiel. Sie erzielten zusammen fünf der zehn Tore beim Heimsieg gegen München. Quelle: Christian Herbst

Marko Hudacek (10) und Martin Vu (violettes Trikot) im Zusammenspiel. Sie erzielten zusammen fünf der zehn Tore beim Heimsieg gegen München. Quelle: Christian Herbst

Slowaken zurück und lupfte aber im Strafraum an die Latte. Während Fortuna die Möglichkeiten ausließ, trafen die Beton Boys. Nach einem Handspiel von Hesz verwandelte Skoro den Freistoß flach aus der Halbposition in der 19. Minute zum 1:5. Die Antwort der Fortuna? Ein Doppelschlag innerhalb einer Minute! Nach Abwurf von Vu nach einer Ecke der Gäste netzte Hudacek mit seinem dritten Treffer präzise zum 6:1 ein, zudem erhöhte Brack im Rückraum nach Ablage von Hesz mit einem sehenswerten Rechtsschuss auf 7:1.

Nach dem Seitenwechsel war das Tempo im Spiel nicht mehr so hoch wie in der ersten Hälfte. Die Beton Boys probierten, den Rückstand zu verkürzen, es fehlte ihnen an diesem Tag aber häufig an der letzten Präzision im Angriff. Die Fortuna verwaltete die Führung und ließ den Münchenern etwas mehr vom Spiel. In Minute 26 legte Fedor Brack dann aber das 8:1 nach. Der Kapitän eroberte an der linken Seitenlinie den Ball und lief entschlossen in die gegnerische Hälfte. Er schaute kurz, entschied sich für den eigenen Abschluss und ließ Dzalto im Tor der Gäste mit seinem überlegten Abschluss keine Abwehrchance. „Fedor trifft normalerweise nie und macht heute sogar zwei Tore“, ergänzte Rassi mit einem Augenzwinkern.

Dzalto zeichnet sich aus

Die Düsseldorfer agierten nach dem Treffer weiterhin sehr konzentriert und gewannen mit klugen Grätschen und viel Robustheit die wichtigen Zweikämpfe. Angesichts der vor Spielbeginn zweistellig negativen Tordifferenz war der Hunger noch nicht gestillt. Hudacek scheiterte bei einem Konter an Dzalto, zudem ließen Brack und Chovdarov eine weitere aussichtsreiche Situation liegen. Schließlich gelang aber dann doch das 9:1: Nach einer Ecke lief der Ball in einer U-Form über alle Feldspieler, Brack spielte links hoch auf Amine Feldaoui, dessen Querpass verwertete der aufgerückte Martin Vu am zweiten Pfosten ohne Probleme (33.). Beton-Keeper Dzalto stand nun wieder stärker unter Beschuss, erst parierte er gegen Karmalita nach traumhaftem Chovdarov-Loop und hielt auch gegen den Abschluss von Hesz dagegen. Gegen den Versuch seines Keeper-Kollegen Vu war er dann aber erneut machtlos. Vu legte sich den Ball in der eigenen Hälfte selbst auf und bewegte sich in die gegnerische Hälfte. Im Anschluss an den Doppelpass mit Marek Kuruc erhielt der offensiv ausgerichtete Keeper den Ball zurück und stellte auf 10:1 (35.). Damit erzielte Vu bereits sein fünftes Saisontor und ist damit gemeinsam mit Ramiz Chovdarov zweitbester Torschütze in den Reihen der Rot-Weißen, nur Marko Hudacek (6) hat bisher öfter getroffen. Nach einigen weiteren Chancen der Fortuna, vor allem durch den in der zweiten Hälfte eingesetzten Yurii Oleniak, setzten die Gäste den Schlusspunkt zum 2:10 (39.). Behdani verlor an der Mittellinie den Ball, Idrizovic chippte den Ball rüber zu Marko Stejpanovic, der aus kurzer Distanz einschoss.

Schwerer Auswärtsdoppelpack zum Jahresausklang

Am Ende setzte sich die Fortuna durch eine überzeugende Vorstellung mit großer Spielfreude auch in der Höhe verdient gegen die Beton Boys durch. Durch den Heimsieg festigten die Rot-Weißen den achten Tabellenplatz und vergrößerten den Abstand auf den Tabellennachbarn aus der bayerischen Landeshauptstadt auf Relegationsrang neun auf vier Punkte. Zudem hat die Mannschaft von Shahin Rassi das klar bessere Torverhältnis (-5 zu -37). „Der Gegner hatte eine Anreise von sieben Stunden, das war nicht einfach für sie. Mit einem Kader von 13 Leuten mussten wir dieses Heimspiel gewinnen. Der Sieg gibt uns ein bisschen Ruhe“, fasste Rassi zusammen. Der Coach hob in diesem Zusammenhang die „wichtigen Punkte“ in den drei Spielen gegen die direkten Konkurrenten Futsal Panthers Köln (0:0), SV Pars Neu-Isenburg (5:2) und eben gegen die Beton Boys München (10:2) hervor. „Der Druck ist nun etwas weg. Wenn wir eine ähnliche Punkteausbeute in der zweiten Saisonhälfte gegen diese Gegner schaffen, haben wir den Klassenerhalt schon fast sicher.“

Zum Jahresausklang tritt die Fortuna nun bei zwei Top-Gegnern jeweils auswärts an. Am kommenden Samstag (23.11.) gastieren die Düsseldorfer beim amtierenden Deutschen Futsal-Meister TSV Weilimdorf, dem aktuellen Tabellendritten. Ankick in der Sporthalle des Solitude-Gymnasiums ist um 18 Uhr. In der Woche danach reist das Team am ersten Adventssonntag (1.12.) zum Hamburger SV, Ankick zum Rückrundenauftakt in der Sporthalle Wandsbek ist um 12:45 Uhr. Danach ruht der Spielbetrieb für den Rest des Jahres. Das nächste Heimspiel ist zugleich das erste Spiel im Jahr 2025, am 4.1. empfängt die Fortuna dann die Futsal Panthers Köln zum Derby (Ankick: 18 Uhr).

Spieltag 8, Futsal-Bundesliga, Fortuna Düsseldorf Futsal – Beton Boys München 10:2 (7:1)

Tore: 1:0 Marko Hudacek (3.), 2:0 Ramiz Chovdarov (9.), 3:0 Marko Hudacek (11.), 4:0 Ramiz Chovdarov (12.), 5:0 Maziyar Behdani (13.), 5:1 Andrej Skoro (19.), 6:1 Marko Hudacek (20.), 7:1 Fedor Brack (20.), 8:1 Fedor Brack (26.), 9:1 Martin Vu (33.), 10:1 Martin Vu (35.), 10:2 Marko Stejpanovic (38.)

Spielstatistik und Infos: https://www.fussball.de/spiel/fortuna-duesseldorf-beton-boys-muenchen/-/spiel/02Q0SKPMAO000000VS5489B3VU5PPGUO#!/

Re-live F95 Futsal Bundesligaspiele Sport Deutschland TV

https://sportdeutschland.tv/fortuna-duesseldorf/8-spieltag-fortuna-duesseldorf-vs-beton-boys-futsal-bundesliga

Quelle Beitragsbild: Christian Herbst

Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen:

Fortuna Düsseldorf Futsal

Christian Stevens

T +49 (0) 1573 7809634

E-Mail: office.futsal@f95.de

 AUSZEIT - Der F95 Futsal Podcast
https://meinsportpodcast.de/fussball/auszeit-f95-futsal

 

FAST FORWARD FUTSAL LIVE ERLEBEN - JETZT TICKETS SICHERN!

Back to top

©2023 Fortuna Düsseldorfer 1895 e.V.

Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V. Toni-Turek-Haus, Flinger Broich 87, 40235 Düsseldorf. Geschäftsstelle: Arena Straße 1, 40474 Düsseldorf

sponsor-henkel
sponsor-futsal-bundesliga
sponsor-adidas-11teamsports
Biohacks_Logo_final_ohne_Claim
sponsor-sportstadt-duesseldorf
D.Sports_Logo_schwarz